
- Emil Nolde | Roter und gelber Mohn | Schätzpreis: € 80.000 | Ergebnis: € 207.000
Durchsuchen Sie das "VAN HAM Lexikon der Kunst" nach renommierten und auf dem Kunstmarkt im Hochpreissegment gehandelten Künstlern der modernen Kunst.
Emil Nolde
1867 Nolde (N.-Schleswig) - 1956 Seebüll (Holstein)
Nolde (so seit 1901, eigentlich Hansen), Emil, deutscher Maler, Graphiker und Bildhauer, * 7.8.1867 Nolde (N-Schleswig), † 13.4.1956 Seebüll (Holstein); 1884-88 Lehrling einer Möbelwerkstatt und Besuch der Sauermannschen Schnitzschule in Flensburg, 1889/90 Stud. an der Kunstgewerbeschule Karlsruhe, Arbeit für verschiedene Möbelfabriken in München (1888) und Karlsruhe (1888/89), 1888 entstanden 4 geschnitzte Eulen für den Schreibtisch von Th. Storm (bildhauer. Arbeit erneut 1913/14 und vereinzelt später), 1890/91 Berlin, 1892-97 Zeichenlehrer an der Schule des Industrie- und Gewerbemus.
St. Gallen/Schweiz, 1898 Malereistud. in München bzw. Dachau bei F. Fehr und 1899 bei A. Hoelzel in Dachau, 1899/1900 in Paris an der Acad. Julian und Begegnung mit dem franz. Impressionismus und Nachimpressionismus. Nach einjährigem Aufenthalt in Kopenhagen 1901 in Berlin, 1908-10 Mitglied der dortigen Sezession, 1911 auf Grund von heftigen Differenzen über M. Liebermanns Kunstpolitik ausgeschlossen, Mitbegründer der »Neuen Sezession«. 1904 entstanden die ersten Gemälde (»Erntetag«) und die Radierungsfolge »Phantasie«, in denen Gestaltung aus einer inneren Anschauung und eine deutl. Tendenz zum Phantastisch-Mystischen erkennbar werden. Italienreise 1905, lebte seit 1905 im Winter in Berlin, im Sommer in Alsen, ab 1909 in Ruttebüll (Schleswig), wurde 1906 Mitglied der Künstlergemeinschaft »Brücke«.
